Analyse der Sekundärquellen
Die Basisquelle meiner Arbeit ist "Russland und Europa", welches ich nun seit 2 Wochen sehr ausführlich studiere und analysiere - mit dem ich jedoch noch immer nicht ganz fertig bin. Ich bemühe mich sehr ausführliche Notizen zu machen, die ich nur zum Teil hier im Blog veröffentliche (siehe die letzten Blogbeiträge). Die Frage die mich beim Lesen immer wieder beschäftigt, ist noch immer die nach der Ausrichtung meiner Arbeit: Möchte ich mich nun mit dem Verhältnis Europa : Russland im Allgemeinen beschäftigen od. mich stark auf die Panslawische Bewegung ausrichten? Wobei in jedem Fall die russische Geschichte einen Teil meiner Arbeit einnehmen wird, die Frage ist nur in welcher Form und Länge. Auch bin ich mir nicht sicher inwieweit ich die Sowjetunion in meine Überlegungen miteinbeziehen soll, oder ob ich mich wirklich nur auf das russische Zarenreich konzentrieren soll. Ich hoffe diese Fragen beim Lesen der anderen Lektüren näher ergründen kann. Die Notizen sind in jedem Fall schon ein gutes Grundgerüst für die Arbeit.
Nun also zu dem eigentlichen Thema dieses Blogeintrags, und zwar eine erste Analyse der weiteren Quellenfunde mit dem Versuch einer Benotung zu ihrer Verwertbarkeit (Schulnoten).
"Russland und der Westen" von Jurij N. Davydov ist leider eine herbe Enttäuschung. Es handelt es, wie zu erwarten war, nicht um ein historiographisches Werk, dennoch hatte ich auf einen kurzen geschichtlichen Überblick gehofft bevor der Autor (bzw. Max Weber) zur Situation Rußlands zu Beginn des 20. Jhd. kommt. Sicher, dieses Werk ist in sozialphilosophischer und politischer Dimension ein wichtiges, aber die Lektüre dieses Buches, würde viel zu weit über meine zeitlichen Resourcen hinausreichen. (5)
"Die Slawen und der Westen" von Hans Kohn. Ein sicher sehr spannendes Werk, das sich allerdings nicht nur auf Russland beschränkt. Interessant sind Kapitel Fünf aus Teil I "Europa, der Panslawismus und die russische Gefahr", der gesamte Teil II mit dem immens interessanten Kapitel "Russland und Europa". Die Schreibweise wirkt auf mich leider wenig wissenschaftlich, tw. erzählerisch - z.B gibt es keine direkte Zitation. Die Bibliographie könnte allerdings interessant sein. (3)
"Zur russischen Geschichts- und Religionsphilosophie - Soziologische Skizzen" von Th. H. Masaryk. Dieses Buch gab mir Rätsel auf. Zum einen ist der Titel nicht sehr aufschlussreich, zum anderen gab mir der Autor fragen auf: Ein tschechischer Präsident als Autor eines Standardwerks über russische Geschichte? Nach dem ersten Überblick bin ich positiv überrascht. Hier finden sich viele Ideen die auch Geier aufgegriffen hat, wie die des Dritten Roms. Ungewöhnlich ist die Verwendung vieler Statistiken und Diagrammen. Inwiefern diese hilfreich oder störend sind kann ich noch nicht sagen. Weniger hilfreich ist aufjedenfall das fehlen eines Inhaltsverzeichnisses. Bis S170 ist das Buch sehr historiographisch orientiert, danach eher soziologisch indem der Autor näher auf die Frage der Religionsphilosophie eingeht. Sicher sehr interessant, nur übersteigt das den Rahmen dieser Seminararbeit. Da die ersten 170 Seiten sehr interessant ist gebe ich der Quelle dennoch die Note (2)
"Russland und Europa" von Danilevskij. In meinem Eifer zu Studieren habe ich wirklich mit vielem gerechnet, aber mir ist nie in den Sinn gekommen, dass ich jemals Fraktur lesen muss. Eine, wie ich finde, zurecht abgeschaffte Schrift. Leider ist dieses Buch von 1920 in Fraktur verfasst, als Ausrede kann ich noch nicht einmal den Inhalt geltend machen, denn der behandelt genau mein Thema in voller Länge und Breite, ohne (natürlich überspitzt gesagt) philosophischem oder soiologischem Intermezzo. Eine schwierige Aufgabe erwartet mich... Note (2,5)
"Russland und das Selbstverstädnis Europas" von Groh. Ein Buch das dem eigentlich Problem in der Fragestellung am besten gerecht wird: Was ist überhaupt Europa und wieso gehört Russland dazu und wieso nicht? Sehr interessant, zum Teil auch sehr in die Tiefe gehend, ich werde wohl nicht die Möglichkeit haben das gesamte Werk zu studieren (362) Seiten, aber zumindest in Auszügen sicher in meine Arbeit einfließen lassen. (2)
Inwiefern ich noch auf weitere Lektüren zugreifen werde, kann ich zu dem Zeitpunkt noch nicht sagen. Der Grundkanon werden wohl die letzten vier Werke und "Rußland und Europa" von Geier bleiben.
Nun also zu dem eigentlichen Thema dieses Blogeintrags, und zwar eine erste Analyse der weiteren Quellenfunde mit dem Versuch einer Benotung zu ihrer Verwertbarkeit (Schulnoten).
"Russland und der Westen" von Jurij N. Davydov ist leider eine herbe Enttäuschung. Es handelt es, wie zu erwarten war, nicht um ein historiographisches Werk, dennoch hatte ich auf einen kurzen geschichtlichen Überblick gehofft bevor der Autor (bzw. Max Weber) zur Situation Rußlands zu Beginn des 20. Jhd. kommt. Sicher, dieses Werk ist in sozialphilosophischer und politischer Dimension ein wichtiges, aber die Lektüre dieses Buches, würde viel zu weit über meine zeitlichen Resourcen hinausreichen. (5)
"Die Slawen und der Westen" von Hans Kohn. Ein sicher sehr spannendes Werk, das sich allerdings nicht nur auf Russland beschränkt. Interessant sind Kapitel Fünf aus Teil I "Europa, der Panslawismus und die russische Gefahr", der gesamte Teil II mit dem immens interessanten Kapitel "Russland und Europa". Die Schreibweise wirkt auf mich leider wenig wissenschaftlich, tw. erzählerisch - z.B gibt es keine direkte Zitation. Die Bibliographie könnte allerdings interessant sein. (3)
"Zur russischen Geschichts- und Religionsphilosophie - Soziologische Skizzen" von Th. H. Masaryk. Dieses Buch gab mir Rätsel auf. Zum einen ist der Titel nicht sehr aufschlussreich, zum anderen gab mir der Autor fragen auf: Ein tschechischer Präsident als Autor eines Standardwerks über russische Geschichte? Nach dem ersten Überblick bin ich positiv überrascht. Hier finden sich viele Ideen die auch Geier aufgegriffen hat, wie die des Dritten Roms. Ungewöhnlich ist die Verwendung vieler Statistiken und Diagrammen. Inwiefern diese hilfreich oder störend sind kann ich noch nicht sagen. Weniger hilfreich ist aufjedenfall das fehlen eines Inhaltsverzeichnisses. Bis S170 ist das Buch sehr historiographisch orientiert, danach eher soziologisch indem der Autor näher auf die Frage der Religionsphilosophie eingeht. Sicher sehr interessant, nur übersteigt das den Rahmen dieser Seminararbeit. Da die ersten 170 Seiten sehr interessant ist gebe ich der Quelle dennoch die Note (2)
"Russland und Europa" von Danilevskij. In meinem Eifer zu Studieren habe ich wirklich mit vielem gerechnet, aber mir ist nie in den Sinn gekommen, dass ich jemals Fraktur lesen muss. Eine, wie ich finde, zurecht abgeschaffte Schrift. Leider ist dieses Buch von 1920 in Fraktur verfasst, als Ausrede kann ich noch nicht einmal den Inhalt geltend machen, denn der behandelt genau mein Thema in voller Länge und Breite, ohne (natürlich überspitzt gesagt) philosophischem oder soiologischem Intermezzo. Eine schwierige Aufgabe erwartet mich... Note (2,5)
"Russland und das Selbstverstädnis Europas" von Groh. Ein Buch das dem eigentlich Problem in der Fragestellung am besten gerecht wird: Was ist überhaupt Europa und wieso gehört Russland dazu und wieso nicht? Sehr interessant, zum Teil auch sehr in die Tiefe gehend, ich werde wohl nicht die Möglichkeit haben das gesamte Werk zu studieren (362) Seiten, aber zumindest in Auszügen sicher in meine Arbeit einfließen lassen. (2)
Inwiefern ich noch auf weitere Lektüren zugreifen werde, kann ich zu dem Zeitpunkt noch nicht sagen. Der Grundkanon werden wohl die letzten vier Werke und "Rußland und Europa" von Geier bleiben.
michael.h - 21. Nov, 01:27