Samstag, 1. Dezember 2007

Rezension des Buches "Russland und Europa"

Bei der Rezension werde ich mich bemühen dem Leitfaden im Schreib-Guide Geschichte zu folgen. Jedoch werde ich die einzelnen Thesen nicht mehr behandeln, da ich das bereits sehr ausführlich in meinen bisherigen Beiträgen getan habe, und mich an dieser Stelle nur wiederholen würde. Ich bitte dies zu berücksichtigen.

Die vorliegende Arbeit "Russland und Europa" von Geier, basiert auf einem breiten Fundus von Sekundärliteratur. Dies wird vom Autor ausdrücklich im Vorwort erwähnt. Ziel ist es weniger neue Thesen aufzustellen, sondern ein Überblickswerk zu schaffen, das in der Form zu diesem sehr interessanten Thema noch nicht existiert. Auf welche Sekundär- und Primärquellen sich Geier bezieht, legt er in einem umfangreichen Literaturüberblick bereits zu Beginn offen. Dies hilft dem geneigten Leser sich zu orientieren und ggf. näher in das Thema einzutauchen.

"Russland und Europa" handelt von der Wechselhaften Beziehung zwischen Russland und dem (restlichen) Europa. Probleme wirft bereits dieser erste Satz auf. Gehört Europa nun zu Russland oder nicht - wieso sonst sollte man von einer Beziehung ZWISCHEN Europa und Russland sprechen?

Schon das erste Kapitel bringt antworten. So sei es die Orthodoxie und die Mongolenherrschaft, durch die sich Russland anders entwickelt hat, als das restliche Europa. Im folgenden skizziert Geier die Europapolitik der russischen Zaren, angefangen von Iwan dem Schrecklichen bis hin zum letzten Romanow. Den Abschluss macht das sowjetische 20. Jhd. Das Buch darf keinesfalls als Standardwerk zur russischen Geschichte verstanden werden, der Autor versteht sich gut darauf die Fokussierung auf die Europapolitik in Russland zu legen. Dabei spielt vor allem die Herrschaftsgeschichte eine große Rolle.

Gesellschaftliche Aspekte im Wechselspiel Russland und Europa kommen mir jedoch ein wenig zu kurz, das mag jedoch auch an der mangelhaften Quellenlage liegen. Um hier jedoch bessere Vergleiche zu ziehen, muss ich mich näher in die Literatur zu dem Thema einlesen.

Positiv aufgefallen ist mir die klare Strukturierung und die übersichtliche Zitationsweise. Vor allem die Bibliographie ist sehr umfangreich und auf alle Fälle hilfreich. Der Schreibstil ist gekonnt sachlich, jedoch nicht nüchtern. Das beweist, dass auch wissenschaftliche Texte, eine gewisse Spannung aufbauen können - und auch Interesse beim Leien wecken können, das würde ich mir abschließend auch für meine eigene Arbeit wünschen.

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